Kamishibai bei uns ausleihbar

Ein Bühnenrahmen aus Holz, Bildkarten zum Einschieben und fertig ist die Grundlage für das "Kamishibai" genannte Erzähltheater. Kamishibai (jap. setzt sich aus den Kanji „kami“ (Papier) und „shibai“ (Schauspiel, Theater) zusammen, übersetzt „Papiertheater“ bzw. “der Märchenbilderschaukasten auf der Straße” ist ein japanisches Papiertheater und wird auch Holzkino genannt.

Es war ursprünglich eine führende Populärkultur der japanischen Vorkriegszeit. Die Kamishibai-Vorführer erzählen mit kurzen Texten zu wechselnden Bildern, die in einen bühnenähnlichen Rahmen geschoben werden. 
 
Die Texte und Bilder werden eigens für diese Erzählform erarbeitet. Entstanden ist diese Form des öffentlichen Theaters zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Süßigkeitenverkäufer fuhren mit dem Fahrrad durch die Dörfer und Städte. Auf dem Gepäckträger war ein Holzrahmen befestigt, in die er die Geschichtstafeln einlegte und seine Geschichten vortrug. Die Vorstellung war jeweils kostenlos, den Unterhalt verdiente sich der Erzähler mit dem Verkauf von Süßigkeiten. Nach dem II. Weltkrieg, bis 1953, als erstmals Fernsehen ausgestrahlt wurde, gab es etwa 10.000 Kamishibai-Erzähler und täglich fünf Millionen Zuschauer in Japan. In Tokio gab es gegen Ende der 1940er und Anfang der 1950er Jahre über zwanzig Unternehmen, die Kamishibai-Bilder produzierten.
 
Das Kamishibai eignet sich im besonderen Maße für die Grundschule, Kindergärten, psychotherapeutische Kinderberatungseinrichtungen und pädagogische Förderstellen.
 
In der Bücherei St. Johannes Baptist kann ein solches Erzähltheater entliehen werden und es gibt einige fertige Bildkartensets. Folgende Sets sind über das Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit im Erzbistum Paderborn (IRUM) entleihbar: IRUM Paderborn - Medienliste Kamishibai